Neues Phantastischer Seiten
Rund um Perry Rhodan
Wer gerne in Perry Rhodan Neo vorkommen möchte, sollte sich dies hier mal anschauen. Marc A. Herren versteigert einen Auftritt in der Serie, der Erlös kommt der Aktion "Mütter in Not" zugute.
Nebenbei dürfte das wohl bedeuten, dass Neo fortgesetzt wird. MAH gehört ja nicht zu den Autoren der ersten 8 Romane.
Atlan
nachdem es hier nun ein Rhodan-Unterforum gibt, würde ich gern die Gelegenheit nutzen, einen Atlan-Thread für News, Infos, Spoiler oder sonst was aufzumachen. Das war schon im offiziellen Rhodan-Forum meine Haupt-Spielwiese
Atlan liegt mir aus verschiedenen Gründen am Herzen. Einer davon heißt FanPro. FanPro begleitet mich fast genau so lange wie die Rhodan-Serie durchs Leben. Als begeisterter (wenn auch zur Zeit mangels Gruppe verhinderter) Rollenspieler bin ich mit dem Schwarzen Auge groß geworden, lange Zeit das Hauptprodukt von FanPro. Durch die verschiedensten Umstände ist FanPro im letzten Vierteljahrhundert vom Winzling zum Marktführer und nun wieder zum Zwerg geworden. Aber bei allem, was man an FanPro kritisieren kann (und Fehler hat's weiß Gott zu Hauf gegeben), kann eines nie außer Frage stehen: Dass Fanpro und alle Mitarbeiter sich unglaublich ins Zeug legen, um tolle Produkte zu schaffen. Das ist kein unpersönlicher Konzern sondern eine handvoll Leute (mehr sind es im Moment tatsächlich nicht mehr), die für die Firma leben. Falls jemand auf einem Con oder irgend einer anderen Veranstaltung mal Werner Fuchs am FanPro-Stand trifft, sollte er die Gelegenheit nutzen, mit Werner zu plaudern. Da gibt es immer tolle Geschichten u.a. aus der Hochzeit der deutschen Science Fiction zu hören (Werner war neben vielen vielen anderen Tätigkeiten Herausgeber der Knaur-SF-Reihe) und kennt so ziemlich jeden deutschen SF-Schaffenden persönlich. Da gibt es zum Beispiel einige Anekdoten über Uwe Anton ...
Zurück zum Thema: Es freut es mich sowohl aus nostalgischen wie auch sympatietechnischen Gründen riesig, dass man mit Atlan offenbar einen Haupttreffer gelandet hat, die Verkäufe von Atlan haben innerhalb kürzester Zeit die alteingesessenen DSA-(Das Schwarze Auge für alle Nicht-Rollenspieler) Romane überflügelt. Ich möchte einfach, dass es FanPro gut geht. Ist rational nicht zu erklären, aber wenn es FanPro gut geht, geht es mir gut (nein, ich bin nicht Mitarbeiter und auch nicht am Umsatz beteiligt ). Übrigens machen die Romane auch oft Spaß, obwohl man fairerweise sagen muß, dass auch einige Ausfälle darunter sind. Aber z.B. der allererste Roman der Reihe, geschrieben von niemand geringerem als Wim Vandemaan, ist schon ein Genuß. In Rüdiger Schäfers Romanen agiert Atlan so, wie ich ihn mir vorstelle. Der aktuelle Zyklus startete mit einem literarischen Experiment von Uwe Anton, das in der Hauptserie so nie möglich gewesen wäre, und wenn man sich darauf einläßt, wird man belohnt. Auch die übrigen Romane von Monolith sind bislang sehr lesenswert, darunter auch der erste längere Text von "Shooting-Star" Marc A. Herren im Rhodiversum.
Mittlerweile hat FanPro nun auch endlich die Homepage überarbeitet und einen Shop eingebaut, so dass die Produkte direkt beim Verlag geordert oder auch abonniert werden können (bei Amazon oder sonstigen Versendern bleibt für FanPro eine erbärmlich geringe Marge übrig, also wenn, dann direkt bei FanPro ordern. Der Link:
http://www.fanpro.org/
Ansonsten: Geplauder in Garching
Beim Garching-Con gab es unter anderem auch einen Atlan-Programmpunkt. Dabei wurden die neuen Projekte vorgestellt. Mit dem Kreta-Zyklus legt ja Hans Kneifel eine "neue" Zeitabenteuer-Trilogie vor (Zeitabenteuer sind Erlebnisse des Arkoniden Atlan auf der historischen Erde), deren Ursprung der als Moewig Phantastisch geplante, jedoch nur als ebook erschienene "Lotse im Sandmeer" bildet. Diesen Roman hat Hans Kneifel stark erweitert und zur Trilogie ausgebaut. Die neue Reihe (der erste Band ist bereits auf dem Markt) erscheint unter dem Serientitel "Atlan-X", wobei die Ähnlichkeit zu Terra-X, der ZDF-Fernsehreihe, nicht nur Zufall ist. Sollte die Reihe laufen, könnte sich Hans Kneifel eine Fortführung vorstellen, aufgrund der dafür notwendigen Recherchen (z.B. um auch Widersprüche zu den anderen Zeitabenteuern zu vermeiden) wird nach dem Ende der Trilogie jedoch zunächt eine Pause erfolgen.
In der "regulären" Atlan-Reihe, also derjenigen, die nicht in der Vergangenheit der Erde sondern der Zukunft des Jahrs 3100+ spielt, wird nach dem Abschluß der Monolith-Hexalogie wieder ein Dreiteiler erscheinen, der unter "Höllenwelt" firmiert. Haupthandlungsort wird besagter Höllenplanet sein. Götz Roderer, der weiterhin die Exposes schreibt, möchte darin (neben vielem anderen) verschiedene faszinierende und fremdartige Formen von Leben beleuchten. Band 1 wird von Rüdiger Schäfer geschrieben.
Die offenen Handlungsstränge aus der Michael Marcus Thurner Exposephase (Trilith Okt, Eshanpur, Hohrugk-Kühe etc) sind weiterhin auf dem "Radarschirm" von Götz und MMT und werden behandelt werden, allerdings wahrscheinlich noch nicht in der Höllenwelt-Trilogie. MMT kann sich vorstellen, zu diesen offenen Fragen noch Exposes beizusteuern, einen Roman aus seiner Feder zu diesem Thema wird es aber voraussichtlich nicht geben, da das zeitlich einfach nicht passt.
So, lang genug. Sorry dafür, ich neige sonst nicht dazu, Echo Konkurenz zu machen Ich hoffe, es findet sich der ein oder andere Atlan-Fan, der hilft, dem Lieblingsarkoniden auch in diesem Forum seinen ihm gebührenden Platz zu verschaffen
Ciao
Ralf
Ich höre gerade ..
Also mache ich mal einen Anfang mit:
The Beatles vs Daftpunk - End of the Walrus
2012. T minus Null
“Science Fiction für die, die kein Science Fiction mögen” oder es geht auch ohne Vampire
Seelen (The Host) von Stephenie Meyer
Carlsen, 2011
Die Erde wurde von einer außerirdischen Invasion erfasst. Sie nennen sich selbst Seelen und benötigen für ihre Existenz einen Wirt. Einen Menschen, in den sie implantiert werden. Deshalb gibt es nur noch wenige wahre Menschen.
Auch der Wanderer hat einen solchen Wirt, Melanie. Doch irgendwie gelingt nicht die totale Übernahme, die Verdrängung des Wirt-Ichs. Immer wieder gelingt es Melanie die Kontrolle zu übernehmen und sie führt sie Wanderer in die Wüste, um dort ihre Angehörigen zu suchen.
Es ist nicht einfach zu lesen. Über hundert Seiten fast nur Zwiegespräch oder Monolog. Bis Melanie/Wanderer endlich auf eine Gruppe wahrer Menschen treffen.
Doch diese sehen natürlich Melanie/Wanderer zunächst als einen Spion der Seelen bzw. Käfer oder Würmer, wie die Siedler die Außerirdischen bezeichnen.
Erst allmählich beginnt sich das Verhältnis zu einigen von ihnen zu ändern. Es entsteht sogar etwas wie Freundschaft.
Aber wenn die Handlung zu romantisch werdend droht, kommt es zum Bruch, durch drastische Ereignisse. Diese stellen die neu gewonnenen Beziehungen wieder in Frage.
Das Buch entwickelt seine eigene Spannung ohne vordergründige Action. Es ist interessant, wie sich das Verhältnis von Wirt und Seele, aber auch vom Menschen zu Melanie/Wanda verändert.
Doch das Ende ist fast zu schön und man spürt, dass es Stephenie Meyer unbedingt auf ein Happy-End angelegt hatte. Und dies schwächte den eigentlich guten Plot in meinen Augen wieder ab.
Fortsetzungen sind auch schon geplant, müssten aber nicht sein.
Emilie and the Hollow World by Martha Wells
300 - RISE OF AN EMPIRE (Kinostart im März 2014)
Regie: Noam Murro
Darsteller: (u.a.) Eva Green, Rodrigo Santoro, Sullivan Stapleton, Lena Headey, David Wenham
Drehbuch: Zack Snyder & Kurt Johnstad
'Vorlage': Frank Millers Graphic Novel "Xerxes"
Synopsis: Themistokles bekommt es mit einer persischen Invasion zu tun und der zu einem Gott gewordene Xerxes führt die verteidigenden Truppen.
Offizielle Homepage
mit kurzem Video, Galerie, Infos
IMDB-Link
PhantaNews-Meldung mit 1. offiziellen Trailer und weiteren Infos/Links
Nova Jubiläum
Wir hoffen, nächstes Mal rappelt der Elch im Gebälk!
Fehler auf der PR-Homepage
Auf dieser Seite http://www.perry-rho...rstauflage.html
gibt es bei der Verlinkung der Autoren diverse Fehler beim Sternenozeanzyklus.
2299 Uwe Anton Ahandaba
2298 Uwe Anton Bericht eines Toten
2295 Andreas Eschbach Die Rückkehr
2292 Michael Nagula Dreimal ewiges Leben
2287 Uwe Anton Die Träume der Schohaaken
2286 Uwe Anton TRIPTYCHON
2277 Michael Nagula Die Macht der Sekte
2276 Uwe Anton Tanz auf dem Vulkan
2271 Uwe Anton Station im Hyperraum
2266 Michael Nagula Bastion von Parrakh
2264 Uwe Anton Die verlorene Schöpfung
2258 Michael Nagula Medusenklänge
2256 Thomas Ziegler Bahnhof im Weltraum
2255 Uwe Anton Die DISTANZSPUR
2253 Frank Borsch Kybb-Jäger
2251 Frank Böhmert Das Land unter dem Teich
2250 Robert Feldhoff Zeuge der Zeit
Alle Links die auf Uwe Anton verweisen sollten, verweisen auf Hubert Haensel.
Bei den anderen Autoren wurde offensichltich die Verlinkung der alten HP nicht geändert. Da sind die Pfade jeweis falsch.
Anstatt http://www.perry-rho...t-feldhoff.html ist z.B. noch http://perry-rhodan....n/feldhoff.html verlinkt.
Der Fehler mit Uwe Anton zieht sich übrigens bis Band 2522, ab 2538 ist er dann korrekt verlinkt, während die anderen Linkfehler nur den Sternenozeanabschnitt betreffen.
Funstuff hier rein!
SCIFI Fans haben wohl nicht viel zu lachen, was ?
Das muss anders werden !
Ich fang gleich mal an :
Jack Ass für Japaner
Und :
EXTREM !!!! TERROR !!!!!!
the Garden of sinners - Thanatos
Genre: Mystery / Thriller
Serie: Film 1
Titel: the Garden of sinners - Thanatos
Originaltitel: Kara no Kyoukai - Fukan Fūkei
Regie: Ei Aoki
Format: Dolby, PAL, 16:9, Region 2
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1 und 2.0), Japanisch (Dolby Digital 5.1 und 2.0) / Untertitel: Deutsch
Daten: KAZÉ (September 2010), circa 60 Minuten, UVP 24,95 EUR, FSK 16, EAN: 7640105237579
Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)
NOVA 21 (Frühling/Sommer 2013)
NOVA 21 erscheint am 30.05.2013
Titelbild: Michael Marrak
Kurzgeschichten:
Uwe Post
Witzlos nach Talanta
Illustriert von Gloria Manderfeld
Marcus Hammerschmitt
Im Krankenparlament
Illustriert von Robert Porazik
Michael K. Iwoleit
Arkadia in Transit
Illustriert von Marco Schüller
Steffen König
Albatros
Illustriert von Susanne Jaja
Norbert Stöbe
Rette mich
Illustriert von Tim Eckhorst
Michael Marrak
Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum
Illustriert von Michael Marrak
Klassiker-Story:
Rainer Erler
Die Liebenden von Manhattan
Illustriert von Christoph Jaszczuk
Internationale Gaststory:
Aleksandar Žiljak (Kroatien)
Die Orgon-Ära
Illustriert von Markus Bülow
Paperback, 164 Seiten, Euro 9,80
Erhältlich im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel oder direkt auf http://www.nova-sf.de
Servamp (Band 1)
Reihe: Band 1
Titel: Servamp
Autor: Strike Tanaka
Genre: Dark Fantasy / Comedy
Buch-/Verlagsdaten: Tokyopop (April 2013), Taschenbuch, 180 Seiten, 6,95 EUR, ISBN: 978-3-8420-0770-3
Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)
Einige Problemfelder beim Schreiben: Dialoge, Personenzeichnung und Redundanzen
eines literarischen Textes zu beurteilen. Bei Diskussionen zu diesem Thema werden
gern Geschmacks- mit Qualitätsaussagen verwechselt. Was ein Leser mag oder nicht,
welche individuellen Präferenzen er hat, was er bemerkt oder was seiner Aufmerksamkeit
entgeht - all das sind persönliche Faktoren, die mit den immanenten Eigenschaften
eines Textes nicht unbedingt etwas zu tun haben. Es ist schwer, eine Grenze zu
ziehen, an der es vom rein Handwerklichen ins Literarisch-Künstlerische und damit
in einen Bereich hineingeht, in dem zwangsläufig persönliche Einstellungen zur
Literatur eine Rolle spielen. Es lassen sich aber - und jeder Übersetzer und
Lektor kann hiervon nicht nur ein Liedchen sondern ganze Opern singen - gängige
technische und inhaltliche Mängel identifizieren, die einen Stümper verraten
und Kriterien aufzeigen, die echte Literatur von kommerzieller Schluderei
unterscheiden.
Im Folgen möchte ich einige dieser Stümpereien einkreisen, die mir besonders
im Bereich der Dialogführung und der Personenzeichnung aufgefallen sind (alle
Beispiele habe ich mir ausgedacht, aber es dürfte nicht schwer sein, in SF-
Dutzendware haufenweise ähnliche Stellen zu finden). Um keine Mißverständnisse
aufkommen zu lassen: Alle genannten Untugenden kommen auch mal bei guten
bis sehr guten Schriftstellern vor, aber dort eben nicht gehäuft und nicht als
durchgängige Schwäche.
Fangen wir ganz einfach an. An anderer Stelle in dieser Autorenwerkstatt wurde
schon einmal gefragt, wann, wie oft und welche Dialogzusätze man benutzen sollte.
Wann schreibt man "sagte er", "erwiderte er", "fragte sie", "bemerkte sie" etc.?
Eine Grundregel lautet: Wenn aus dem Kontext eindeutig hervorgeht, wer gerade
was sagt, kann man solche Zusätze weglassen. Handelt es sich um einen Dialog
zwischen zwei Personen, genügt es, die Sprecher am Anfang jeweils eimnal zu
bezeichnen, und im weiteren Wortwechsel ist klar, wer was sagt. Nur wenn andere
Informationen - z.B. Beschreibungen der Umgebung oder der Auftritt einer weiteren
Person - eingeschoben werden, kann es nötig sein, den Sprecher neu auszuweisen.
Wenn mehrere Personen an einem Gespräch beteiligt sind, muß besonders darauf
geachtet werden, daß durch einen Dialogzusatz oder den Kontext verständlich
gemacht ist, wer gerade spricht.
-> Eine gängige Falle, in die Übersetzer, aber auch Autoren tappen: Im Deutschen
haben auch Gegenstände ein grammatisches Geschlecht, und dadurch können leicht
Falschbezüge entstehen, die den Leser irritieren. Nehmen wir an, in einer
beschreibenden Passage kommt "der Tisch" vor. Gleich darauf beginnt ein Dialog
mit: "Soundso", sagte er. Hier fragt sich der Leser womöglich: Welcher er? Der
Tisch? Also, immer die Person beim Namen nennen, falls es erforderlich ist, um
Falschbezüge zu vermeiden.
Geschickte Autoren können durch eine Kombination aus Dialogen und eingeschobenen
Beschreibungen schnell und ohne großen Aufwand eine Situation klar machen. Hier
ein banales Beispiel. Nehmen wir an, am Anfang einer Szene steht folgender Dialog:
"Was hast du gesagt?" rief Martin. "Die Musik ist so laut."
"Ich habe mich gefragt, wo er steckt", sagte Tom, winkte den Barkeeper
heran und bestellte noch zwei Bier. "Immer dasselbe mit dem Kerl."
Ohne daß viel erklärt werden muß, ist die Situation klar: Zwei Leute warten in
einem Lokal schon seit einer gewissen Zeit auf einen Dritten, der offenbar ein
notorischer Zu-spät-Kommer ist. All das geht implizit aus dem Zusammenhang
hervor.
Dialogzusätze haben grundsätzlich die Aufgabe, zusätzliche Informationen zu liefern,
die aus der Aussage selbst nicht hervorgehen. Hier ein paar Beispiele:
"Komm mal mit", flüsterte er. "Ich muß dir was erzählen."
"Schau mal. Den kenne ich doch", rief er.
"Dann eben nicht", murmelte er.
Aus den Aussagen selbst geht nicht hervor, ob sie geflüstert, gerufen oder gemurmelt
wurden. Sie könnten auch in einem ganz normalen Tonfall geäußert werden, deshalb
sind die Dialogzusätze notwendig, um die Darstellung zu präzisieren. Etwas ganz
anderes aber sind Dialogzusätze der folgenden Art, die man bei mittelmäßigen bis
schlechten Autoren häufig antrifft:
"Ich habe da einen ganz anderen Verdacht", mutmaßte er.
"Das ist eine Riesensauerei", ereiferte er sich.
"Vielleicht sind wir auf einem ganz falschen Dampfer", gab sie zu bedenken.
Daß hier jemand mutmaßt, sich ereifert oder etwas zu bedenken gibt, geht aus
den Äußerungen selbst hervor. Die Dialogzusätze fügen dem Gesagten nichts von
Bedeutung hinzu, sind also pure Redundanz und können verlustfrei weggelassen
werden. Es ist so, als ob der Autor den Worten nicht traut, die er den Personen
in den Mund legt, und den Leser mit der Nase darauf stoßen will, worum es geht.
Redundanzen dieser Art (ich beschreibe unten noch weitere) blähen einen Text auf
und sind eine der Erklärungen dafür, wie es unbedarfte Autoren schaffen, eine
Geschichte, die maximal 200 Seiten trägt, auf 500 oder 700 Seiten aufzublasen.
-> Ich vermute, daß sich diese Art des Dialogschreiben aus dem Journalismus
herübergeschlichen hat. In der Tagespresse liest man häufig Sätze wie:
"Das war ein phantastisches Konzert", zeigte sich der Veranstalter begeistert.
Eine Variante überflüssiger Dialogzusätze liefern Autoren, die es nicht lassen
können, ständig die Motive ihrer Figuren zu erklären, auch wenn diese für den
Leser völlig klar aus einer Äußerung der Figur hervorgehen. Beispiele:
"Ich habe Dich gestern mit einem fremden Kerl in einem Café gesehen", sagte
Klaus. Er unterstellte seiner Frau, daß sie ihn mit anderen Männern betrog.
"Ich hab Dich auf dem Kieker, Schätzchen", sagte er. "Wir kriegen noch eine
Menge Spaß miteinander." Er hatte es offenbar auf sie abgesehen.
Bei solchen Textstellen möchte ich immer am Rande vermerken: Ach? Daß hier
einer seiner Frau etwas unterstellt oder einer es auf eine Dame abgesehen hat
- darauf wäre ich als Leser im Leben nicht gekommen. Danke dem Autor, daß er
mich darauf hinweist! Für einen denkenden Leser sind aber auch dies Redundanzen,
die ein einigermaßen vernünftiger Autor sich sparen könnte.
Meine kursorischen Anmerkungen reichen nicht aus, um das Problem der Redundanzen
auch nur halbwegs einzukreisen. Seit die Verleger besonders im englischsprachigen
Raum aus kommerziellen Erwägungen ihre Autoren ermutigen, möglichst dicke Bücher
zu schreiben, stehen Heerscharen von Stümpern, die die erforderlichen Stoffmengen
für umfangreiche Romane gar nicht bewältigen können, vor dem Problem, auf irgendeine
Weise einen 800-Seiten-Ziegelstein zu füllen. Die Lösungen, zu denen sie greifen,
führen zu so schauderhaften Ergebnissen und üben auf jüngere Autoren, die mit
solchen Büchern aufwachsen, einen so verheerenden Einfluß aus, daß man durchaus
von einem um sich greifenden Verfall der literarischen Technik sprechen kann -
zumindest in großen Segmenten der Kommerzliteratur.
Um das Problem noch etwas einzukreisen, möchte ich kurz andeuten, was eine
Personenzeichnug ist - und vor allem, was sie nicht ist. Nehmen wir ein einfaches
Beispiel:
Dem werde ich's irgendwann heimzahlen, dachte Thomas. Tut immer so freundlich,
aber hintenrum würgt er mir bei jeder Gelegenheit eine rein. Meint wohl, er sei
etwas Besseres, nur weil er von seinem Alten die Firma geerbt hat und ich mich
mit diesem Scheißjob durchschlagen muß.
So kann ein Ansatz zu einer gelungenen Charakterisierung aussehen: Der Leser
erfährt, was im Inneren einer Person vorgeht. Jemand spricht über sein Verhältnis
zu einem anderen und verrät dabei zugleich etwas über seine eigene Befindlichkeit.
Außerdem enthalten die Gedanken einige Faktenaussagen (der eine hat eine Firma,
der andere einen kleinen, vermutlich schlecht bezahlten Job). Aus ein paar Sätzen
kann der mitdenkende Leser also schon eine Menge über die Personen und ihre
Beziehung zueinander ableiten. Problematisch wird es bei Darstellungen der folgenden
Art:
Der Alte hatte uns um 11:00 zu einer Teambesprechung eingeladen. Vermutlich war
er mieser Laune, weil sein Sohn zum dritten Mal durchs Abitur gerasselt war, und
wollte es an uns auslassen. Vielleicht hatte er auch erfahren, daß wir das Budget
überzogen hatten. Da konnten wir uns wohl auf etwas gefaßt machen.
Mein Bruder hatte sich seit drei Tagen nicht mehr gemeldet. Ich fragte mich, ob
er sich wieder mit seiner Frau gestritten hatte. Wahrscheinlich wäre ihm gar nicht
recht, wenn ich mitten in einen Ehestreit hineinplatzte. Vielleicht gab es aber
auch eine ganz einfache Erklärung, warum er abgetaucht war.
Nichts dagegen, wenn eine Figur in einer Geschichte auch mal etwas rät oder vermutet
- solang es für die Geschichte von Bedeutung ist. Leider aber gibt es viel zu viele
Autoren, die wesentlich mehr Platz darauf verwenden, zu spekulieren, was eine Figur
denken, fühlen oder tun könnte, statt darzustellen, was sie tatsächlich denkt, fühlt
oder tut. Solche Autoren füllen unzählige Seiten mit Abschweifungen und Grübeleien,
die ohne jede Konsequenz für den Plot oder die Charakterentwicklung sind. Als Übersetzer
habe ich zahlreiche Bücher in der Hand gehabt, bei denen ein bis zwei Drittel des Textes
aus solchen Redundanzen bestanden, die man hätte streichen können, ohne der Geschichte
das Geringste wegzunehmen.
Eine noch ärgerliche Variante dieses Aufblasens von Unwesentlichkeiten besteht darin,
innerhalb der Geschichte sämtliche Möglicheiten des Plots auszudiskutieren. Das liest
sich dann ungefähr so (keine Übertreibung!):
Wenn ich zu dem und dem gehe und ihm dies oder das sage, könnte er vermuten, daß ich
dies oder jenes vorhabe. Dann wird es sicher zu dem und dem gehen und ihm sagen, daß
man das und das unternehmen müßte. Also gehe ich doch besser zu jenem und behaupte, daß
ich was ganz anderes vorhabe, dann wird jener nämlich zu diesem gehen und dies und das
beschließen. Allerdings könnte dann passieren, daß der und der dies und das von mir
denkt und dies und jenes in die Wege leitet. Also lasse ich's doch besser. etc. etc.
Und so geht das seitenlang weiter, ohne daß die Handlung auch nur einen Millimeter
vorankommt. Ich halte es für objektiv gerechtfertigt, wenn ich Autoren, die ihre Texte
mit solch schalen Tricks in die Länge ziehen, als Nichtskönner bezeichne. Ein halbwegs
intelligenter Leser, möchte ich meinen, müßte solche Bücher spätestens nach zehn
Seiten entnervt an die Wand werfen. Einem mitdenkenden Leser braucht man nicht
jede Kleinigkeit vorzukauen. Er kann sich durchaus ein eigenes Urteil über Personen
und ihr Handeln bilden. Ein handwerklich halbwegs versierter Autor traut seinem Leser
genug Intelligenz zu, um zu verstehen, was in einem Text implizit enthalten ist und
nicht ausdrücklich erklärt werden muß.
Was mich immer wieder stutzig macht, ist der Umstand, daß Autoren, die nach den
hier erläuterten Kriterien unzweifelhaft literarische Stümper sind - als Beispiele könnte
ich C.J. Cherryh oder Anne McCaffrey nennen (von denen ich einige Bücher übersetzt
habe) -, auch noch begeisterte Leser finden. Offenbar besteht bei einem nicht geringen
Teil der SF- und Fantasy-Leserschaft die Bereitschaft, sich alles geistig vorkauen oder
- anders ausgedrückt - sich hunderte Seiten lang mit Belanglosigkeiten zusülzen zu
lassen. Auf welche Befindlichkeit oder Geisteslage diese Bereitschaft schließen läßt,
darüber möchte ich an dieser Stelle nicht spekulieren.
Kostenloser Lesestoff im Internet
Ich habe hier mal eine kleine Aufstellung von Webseiten, auf denen kostenloser Lesestoff (zum Download oder zum Online-Lesen) zu finden ist.
Für den Fall, dass euch mal der Lesestoff ausgeht.
Amateur Science Fiction Collection
http://www.miconet.de
Charlys Phantastik-Cafe
http://www.charlys-phantastik-cafe.de
Fantastik-Online
http://www.fantastik-online.de/
Kirchberg, Uwe
http://www.uwe-kirchberg.de
Kreis der Sterne
http://www.kreis-der-sterne.de
Mirror Universe
http://www.mirror-universe.de
NEBULAR
http://www.scifi-world.de
Perry Rhodan Online Club
http://www.proc.org
Raumschiff Monarch
http://www.raumschiff-monarch.de/
Shadow Warriors
http://www.shadowwarrior.proc.org
Sternenkratzers Welten
http://www.sternenkratzer.de
TERRACOM
http://www.terracom-online.net/index.php
Viel Spässle beim Stöbern.
Kaffee-Pott
PS:
Falls jemand weitere Webseiten mit Lesestoff kennt - her damit!
PR 2704 - Die Rückkehr der JULES VERNE
Leseprobe:
http://www.perry-rho...rstauflage.html
Die Hauptpersonen des Romans und Untertitel
Spoiler
Terra ruft um Hilfe – das mächtigste Raumschiff der Menschheit macht sich auf den Weg
Reginald Bull – Perry Rhodans ältester Freund macht sich auf den Weg nach Hause.
Sichu Dorksteiger – Die Chefwissenschaftlerin hat ein haariges Problem.
Ghiyas Khosrau – Ein TLD-Agent durchläuft einen ungewöhnlichen Polyport-Transport.
Quick Silver – Ein Roboter zeigt verblüffende Fähigkeiten.
Jawna Togoya – Die Kommandantin der JULES VERNE versucht, das Menschsein zu simulieren.
Das Titelbild http://www.perry-rho...ge/2704tibi.jpg ist von Arndt Drechsler der einen interessanten Bully wiedergibt. Bei der JULES VERNE begeht er m.E. dafür einen Bruck-SOL-Fehler. Das Mittelstück erscheint mir länger als die Kugelzellen zu sein. Insgesamt ist es aber sehr schick.
"The Legend of Korra": Soundtrack offiziell bestätigt
Tad Williams kommt im Juli nach Stuttgart
Alisha Bionda im Arunya-Verlag
Alisha Bionda betätigt sich im neuen Arunya-Verlag als Herausgeberin, Redakteurin und Pressesprecherin - ebenso wirkt sie in der Programmplanung mit. Der Arunya-Verlag legt Wert auf "Wort Art" - einem Verbund aus guten Texten und einer künstlerischen Aufmachung. Darüber hinaus baut der Verlag auf transparenten Preisen. Der Arunya-Verlag ist den Neuen Medien gegenüber offen und wird diese nutzen. Aber auch diese im "schönen Gewand" publizieren. Daher sind auch alle eBooks – zu einem Preis von durchschnittlich 3.99 EUR bis zu einem Höchstpreis von 5.99 EUR - mit schönen Grafiken und Illustrationen im Textbereich versehen. Die ersten Titel sind als eBook erhältlich.
The Amazing Spider-Man 2 (Bundesstart: 17.4.2014)
Filmstarts.de zum Inhalt:
Zitat
Für Peter Parker (Andrew Garfield) bedeutet das Leben: Stress. Neben der Bekämpfung von Kriminalität und Zeit, die er mit seiner großen Liebe Gwen (Emma Stone) verbringen will, kann sein High-School-Abschluss nicht schnell genug kommen. Peter erinnert sich an das Versprechen, welches er Gwens Vater gab: Um seine Liebe zu beschützen, muss er sich fern von ihr halten. Dieses Versprechen einzuhalten, ist für ihn jedoch unmöglich. Das Leben von Peter beginnt sich zu ändern, als der neue Bösewicht Electro (Jamie Foxx) auftaucht, sein alter Freund Harry Osborn (Dane DeHaan) zurückkehrt und Peter neue Details über seine Vergangenheit herausfindet.Der Thread zu Teil 1 ist hier.
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